Jun.-Prof. Dr. Verena Brinks ist Juniorprofessorin für die „Geographie sozialer Medien und digitaler Kulturen“ an der JGU. Am Geographischen Institut untersucht die Humangeographin, wie sich Menschen über digitale Medien austauschen und neue, räumlich weit verzweigte, Netzwerke entstehen – Sie selbst liest allerdings lieber auf Papier als am Bildschirm. In ihrer Freizeit geht sie leidenschaftlich gerne wandern. Ihre ganz große Faszination gilt der Besteigung des Mount Everests, worüber sie sämtliche Dokumentationen und Sachtexte kennt, ihn selbst aber nur in ihrer gedanklichen Vorstellung erklimmen möchte.

Hallo, ich bin Verena. Seit September 2019 bin ich Juniorprofessorin an der Uni Mainz. Am Geographischen Institut erforsche ich, wie sich Menschen über digitale Medien austauschen und neue, räumlich weit verzweigte Netzwerke entstehen. In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne wandern. Ich bin gerne an der frischen Luft unterwegs.

In Gedanken habe ich schon mehrfach den Mount Everest erklommen. Ich kenne sämtliche Dokumentationen und Sachbücher darüber. In der Realität würde ich mich das aber nicht trauen.

  • 2005 Abitur
  • 2012 Hochschulabschluss
  • 2016 Promotion
  • 2019 Juniorprofessur
  • Gastaufenthalt an der Universität Nottingham
  • Juniorprofessur an der JGU
  • Beitrag zur Ausstellung ,,Making Crises Visible“ im Senckenberg-Museum Frankfurt a.M.
  • Mitglied Planungskomitees der ,,Forster Summer School“ an der JGU
  • Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen (VGDH)
  • Deutsch
  • Englisch

Obwohl ich eine Professur für ,,Digitale Kulturen“ innehabe, lese ich nach wie vor am liebsten auf Papier und nicht am Bildschirm.

Ich war nach der Schule nicht sicher, ob ich Geographie oder Kunstgeschichte studieren wollte. Ich habe mich dann für Geographie entschieden und es nicht bereut. Ich war mit dem ganzen Kosmos Universität nicht vertraut. Das war zu Beginn schon einschüchternd. Das Tolle ist aber, dass man schnell viele andere Studierende kennenlernt, denen es genauso geht und man sich gegenseitig hilft. So habe ich viele meiner bis heute engsten Freund:innen kennengelernt.

Mir hat die Idee zu forschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen schon immer gefallen. Als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe wurde mir dann endgültig klar, dass ich gerne weiter wissenschaftlich arbeiten möchte. Dann kam der Zufall oder Glück (wahrscheinlich beides) hinzu und ich habe eine Stellenausschreibung für eine Doktorand:innen-Stelle gesehen, die mich thematisch sehr angesprochen hat. Die Stelle habe ich dann auch bekommen.

Ich habe ein Manuskript, auf das ich sehr stolz war, zur Begutachtung bei einer Fachzeitschrift eingereicht und es wurde abgelehnt. Die Kritik hat mich schon getroffen, aber das gehört dazu. Heute verstehe ich auch, warum das Manuskript abgelehnt wurde. Die Wissenschaft lebt von konstruktiver Kritik.

Das kann – je nach Projekt und Fragestellung – Jahre dauern! Aber dann ist es großartig, wenn man die fertige Publikation mit den Ergebnissen in den Händen hält oder wenn man diese auf Konferenzen präsentieren kann und positives Feedback dazu bekommt.

Ein besonderes Highlight aus der jüngeren Vergangenheit war als die internationale Koryphäe auf einem meiner Forschungsfelder mich zu einem Workshop in die USA einlud, um dort einen Vortrag zu halten. Er hatte einen Aufsatz von mir gelesen und mich daraufhin per E-Mail kontaktiert – und zwar an Heiligabend 2019. Das war für mich eine ganz besondere Weihnachtsüberraschung! Leider kam die Corona-Pandemie dazwischen und ich konnte die Reise nicht antreten. Von daher blicke ich mit gemischten Gefühlen darauf zurück, aber die Anerkennung meiner Arbeit hat mich sehr gefreut.

Mein Arbeitsalltag ist vielfältig. In der Vorlesungszeit leite ich verschiedene Lehrveranstaltungen und arbeite mit Studierenden zusammen. Das macht sehr viel Spaß und ich lerne selbst eine Menge dabei. In meinem Alltag muss mich auch um organisatorische Angelegenheiten kümmern, die der Universitätsbetrieb mit sich bringt. Dadurch bleibt leider weniger Zeit zum Forschen als früher. Das ist manchmal frustrierend, denn Forschung ist ja der Grund, warum ich Wissenschaftlerin geworden bin. Die Zeit, die ich meiner Forschung und neuen Forschungsideen widmen kann und in denen ich Aufsätze schreiben kann, ist dadurch umso kostbarer geworden.

Andere mit meiner Forschung zu inspirieren.

Ich hoffe, dass ich dann an der Uni Mainz auf einer verstetigten Professur bin, auf erfolgreiche Forschung zurückblicken kann und neugierig weiteren Forschungsfragen nachgehe.