Prof. Dr. Sonia Bacca lehrt und forscht seit 2017 am Institut für Kernphysik der JGU. Zudem ist sie Mitglied des Exzellenzclusters PRSIMA+. An der Physik hat die gebürtige Italienerin besonders die Möglichkeit fasziniert, die Natur mithilfe mathematischer Instrumente zu beschreiben. Ihr Forschungsinteresse gilt v.a. der Untersuchung von Atomkernen. Beruflich arbeitet die weitgereiste Wissenschaftlerin zwar als theoretische Physikerin, privat liebt es hingegen in der Küche mit leckeren Rezepten für ihre Familie und Freunde zu experimentieren.
Geboren 1977 in Cles, Italien
Hallo, ich bin Sonia Bacca und ich beschäftige mich mit der Untersuchung von Atomkernen. Ich möchte verstehen, wie die beobachteten Eigenschaften von Kernen aus den Kräften zwischen ihren Bestandteilen entstehen. Mein Ziel ist es eine solide Verbindung zwischen Experimenten und der grundlegenden Theorie herzustellen.
Obwohl ich theoretische Physikerin bin, experimentiere ich privat an den leckersten Rezepten aus der internationalen Küche und benutze meine Familie und Freunde als Versuchskaninchen.
- 1996 Abitur
- 2001 Hochschulabschluss
- 2005 Promotion
- 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am TRIUMF in Kanada
- 2017 Professur in Mainz
- Fellow der American Physical Society; Stellvertretende Geschäftsleitung des Mainzer Institut für Theoretische Physik; Discovery Grant for early career, Kanada
- Gleichstellungsbeauftragte des FB08
- Teilnahme an der „Women in science“-Ausstellung
- Co-Organisatorin der Science Fair
- Mitglied der American Physical Society
- Leitende Wissenschaftlerin bei PRISMA
- Mitglied der deutschen physikalischen Gesellschaft
- Italienisch
- Deutsch
- Englisch
Während meiner beruflichen Laufbahn hatte ich das Glück, verschiedene Orte beruflich zu besuchen. Alle Kilometer, die ich in den Jahren 2010 bis 2020 zurückgelegt habe, entsprechen mindestens zehnmal einer Reise um die Erde.
Ich habe immer die Mathematik geliebt und die Möglichkeit die Natur durch mathematische Instrumente zu beschreiben hat mich in der Physik sehr fasziniert. Die Leidenschaft für das Fach und das Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess sind für mich immer eine große Hilfe gewesen.
Erst während meiner Doktorarbeit wurde mir klar, dass ich Wissenschaftlerin werden wollte. Mein Projekt machte viel Spaß und ich kannte Kolleg:innen aus der ganzen Welt. Ich hatte viel Austausch mit Personen aus Deutschland, Israel, Russland und den USA.
In meinem Gebiet dauert es sehr lange von der Idee bis zum Ergebnis – manchmal sogar Jahre. Grund dafür sind die schwierigen numerischen Rechnungen, die wir durchführen müssen, um die Eigenschaften der Kerne durch geeignete Modelle zu beschreiben. Wenn wir die ersten Ergebnisse sehen, ist das Gefühl aber sehr sehr schön, wie wenn ein Kind ein neues Geschenk bekommt.
Als ich Zwillinge bekam war ich für ein ganzes Jahr in Mutterschutz und als ich zurückkam, waren die vielen Rollen, die ich vorher ausgefüllt hatte, weg. Ich habe die Ärmel hochgekrempelt und schnell neue wissenschaftliche Ergebnisse geliefert und andere verschiedene Rollen exzellent ausgefüllt.
Jeden Tag spreche ich mit einigen Mitgliedern meiner Gruppe und bereite meine Vorlesung vor. Das macht immer Spaß. Manchmal nervt die Bürokratie, die in Deutschland besonders kompliziert ist, aber ich lerne immer schneller meine Verwaltungsangelegenheiten zu erledigen.
Eigentlich könnte man sagen, dass wir alle aus Sternenstaub gemacht sind. Denn die Elemente in unserem Körper, genau diejenigen die ich untersuche, sind in Sternen entstanden.
Ich möchte gerne an den größten Entdeckungen in meinem Gebiet teilnehmen.
Ich würde mich gerne in einer Leitungsposition sehen und ich möchte gerne, vielen jungen Leuten in ihrer wissenschaftlichen Karriere geholfen haben
Es endlich zu schaffen, dass wir eine paritätische Arbeitsumgebung haben. Dafür brauchen wir viel Stärke und auch ein wenig Geduld.